Grōw · Monatsmail

Die Öle haben dich gefunden

Oktober 2026

Doris gibt einen Öl-Workshop in ihrem Yogastudio
Doris, aus dem Buch Grōw: „Ich bin Wellness-Beraterin bei doTERRA und helfe Menschen, einen gesunden Lebensstil in ihren Alltag zu bringen.“

Letzte Woche kam eine Sprachnachricht von einer Teamleiterin. Ihr Team sei fleißig, sagte sie, wirklich: sie posten, sie teilen, sie reagieren, den ganzen Tag. Nur nach draußen traut sich niemand. Niemand spricht jemanden an. „Kannst du mal mit ihnen reden?“

Ich glaube, das kennt jedes Team. Online klappt alles. Im echten Leben, mit einem echten Menschen, stockt es. Und das Seltsame daran: am Mut liegt es nicht. Dieselben Frauen, die keine Fremde ansprechen, stellen ohne Zögern einen Beitrag online, den Hunderte sehen.

Ich glaube, es sitzt woanders. Wer sich nicht traut, hat auf eine Frage noch keine Antwort: warum ich? Wer bin ich, dass ich dazu etwas sage? Solange diese Frage offen ist, fühlt sich jedes Gespräch an wie eine Rolle, die man spielt. Und eine Rolle spielt man ungern, wenn jemand zuschaut.

Die Antwort auf diese Frage ist kein Trick und kein Satz, den man auswendig lernt. Es ist deine Lōve Story.

Die Öle haben dich gefunden

Meine ist Balance. Im Buch erzähle ich von dem Stuhl, auf dem ich gar nicht sitzen wollte, und von dem Fläschchen, das aufging. Was ich dort nicht erzähle, ist, was danach in mir passiert ist. Es war, als würde dieses Aroma in mich hineinkriechen und mich von innen heraus in mein eigenes Leben stellen. Als würde ich zum ersten Mal wirklich mit meinen eigenen Augen sehen. Jahrelang hatte ich meine Tage vollgestopft, Aufgaben abgearbeitet, bin einfach mitgeschwommen, und auf diesem Stuhl dachte ich zum ersten Mal: das Leben ist dazu da, dass ich es genieße. Ich darf es nach meinem Geschmack gestalten. Ich darf meinen eigenen Flow erschaffen und ab jetzt meiner eigenen Richtung folgen.

Eine Frau riecht mit geschlossenen Augen an einem Fläschchen

Ich sage es manchmal so: die Öle haben mich gefunden. Als hätten sie mich gebeten, mitzuhelfen. So hat es sich angefühlt, und so fühlt es sich bis heute an. Ohne Menschen wie dich und mich kommen diese Öle nirgendwohin; dann stehen sie in einem Lager und warten. Wir sind diejenigen, die sie zu den Menschen nach Hause bringen.

Wo aus dem „Ich“ ein „Wir“ wurde

Und trotzdem hat das noch nicht gereicht, um mich nach draußen zu trauen. Das kam erst beim ersten echten doTERRA-Event in den Niederlanden. Ich saß in einem Saal voller Menschen, die dasselbe erlebt hatten wie ich, jeder mit einem anderen Produkt. Ich habe Leute von doTERRA selbst kennengelernt. Es ging um den Diamond Club, und ich dachte: das ist cool, das will ich können. Dafür musste man Premier sein. Na dann werde ich das eben.

Tanja auf der Bühne der doTERRA Europe Leadership 2024
doTERRA Europe Leadership 2024.

Das war der Moment. Ich war nicht plötzlich mutig geworden; ich gehörte plötzlich irgendwo dazu. doTERRA sagt es selbst in vier Worten: We help the world heal. Auf diesem Event habe ich verstanden, dass ich ein Stück davon bin, auf meine Art, mit meiner Geschichte. Wenn du weißt, wo du dazugehörst, musst du niemanden mehr überzeugen. Du erzählst es einfach.

Die Forschung zeigt übrigens, wie schief unsere Erwartung an dieser Stelle ist. Die Psychologin Gillian Sandstrom hat verglichen, was Menschen vor einem Gespräch mit einer fremden Person befürchten, und wie sie es hinterher tatsächlich fanden. Es war fast immer besser als gedacht. Immer wieder. Dein Kopf rechnet mit einem Gespräch, das es gar nicht gibt, und du machst dir Angst vor Dingen, die nicht einmal existieren.

Nicht jeder muss das spüren

Nicht jeder in deinem Team wird sich in „Ich bin Wellness-Beraterin“ wiederfinden, und das muss auch nicht sein. Etwa 9 von 10 Menschen, die sich einschreiben, sind Kunden, und das ist gut so: sie nutzen die Produkte und freuen sich daran.

Ein kleiner Teil ist auf eine Weise berührt worden, dass er Teil von etwas Größerem sein will. Diese Menschen wollen etwas verbessern: sich selbst, die Menschen um sie herum, ein Stück der Welt. Sie spüren, dass sie vorangehen dürfen. Das sind deine Builder, und genau aus dieser Vorbildrolle sind die Ränge gemacht.

Und vielleicht bist du selbst nicht das Musterbeispiel für Gesundheit. Auch dann. Deine Lōve Story handelt nicht davon, wie fit du bist. Sie handelt von dem Moment, in dem dich etwas berührt hat. Diesen Moment hat jeder, der hier sitzt. Und ein nicht ganz perfektes Vorbild ist oft besser als ein Ideal, das für viele unerreichbar bleibt. „Was du kannst, kann ich auch!“ Das ist die Reaktion, die du von deinen (künftigen) Teampartnern hören willst. Ich weiß noch, wie ich in meinen ersten Öl-Workshops saß und jedes Mal dachte: „Was du kannst, kann ich besser!“ Und genau das hat mich angetrieben, es dann auch wirklich besser zu machen. Das sage ich nicht aus Arroganz und auch nicht, um jemanden kleinzumachen. Ich möchte dich ermutigen, den Perfektionismus ein Stück loszulassen. Ein perfektes Vorbild kann nämlich auch abschrecken. „Das, was du machst, schaffe ich nie!“ Diesen Satz willst du von deinen Teampartnern wirklich nicht hören, und jetzt weißt du, warum.

Einmal laut

Meine Aufgabe für diesen Monat ist klein. Schreib deine Lōve Story auf, in zwei, drei Sätzen. Welches Produkt, welcher Moment, was es mit dir gemacht hat. Keine Krankheit, keine Diagnose, einfach das, was passiert ist. Und erzähl diese Sätze in dieser Woche einmal laut jemandem, den du kennst. Ohne Angebot, ohne Link, ohne Frage hinterher. Du erzählst nur, was dir passiert ist.

Zwei Frauen am Küchentisch, eine erzählt, die andere hört zu

Die Chance ist groß, dass es besser läuft als gedacht, siehe die Studie von Sandstrom. Menschen hören einer echten Geschichte zu. Und du hast einmal laut gesagt, warum du das hier machst und wo du dazugehörst. Danach wird es jedes Mal leichter, bis es ganz selbstverständlich ist.

Du bist Teamleiterin oder Teamleiter? Dann übe das mit deinem Team. Lass alle ihre zwei, drei Sätze aufschreiben und in der Teamgruppe teilen, oder lies sie beim nächsten Treffen mit deinen Teampartnern vor.

Dazu gehört der druckbare Lōve-Story-Guide: eine Seite für deine eigene Geschichte, eine Seite, wie du deine Builder dabei unterstützt, der Schritt von deiner Lōve Story zu deinem eigenen Ich-bin-Satz, das Ritual aus dem Buch mit Fearless als Anker, und die Fearless-Rezeptkarte mit den Momenten, in denen du sie nutzt.
Lōve-Story-Guide herunterladen

Schreib deine Lōve Story heute auf. Erzähl sie morgen einer Person.

Im Buch gehört hierzu das Kapitel „Wer du gerade wirst“, mit dem Ich-bin-Satz und dem Duftanker. Alle Ränge und Zahlen stehen aktuell im Online-Anhang, und jede Abkürzung findest du im Glossar.

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