
Hallo, Meine Tochter hat immer ein Zimmer wie aus dem Katalog. Ich bin wahnsinnig stolz darauf, und ehrlich gesagt auch ein kleines bisschen neidisch. Ich selbst packe Arbeit, Sport und eine ganze Reihe Termine in einen Tag, und da bleibt bei mir schon mal hier und da etwas liegen. Neulich habe ich einen Laptop gesucht. Der musste irgendwo im Haus sein. Ich hatte jeden Schrank durchsucht, jeden Schreibtisch, und sogar bei einem Familienmitglied nachgefragt, weil ich sicher war, dass er dort liegt. Nichts. Ich war fest überzeugt, dass der Laptop einfach weg war. Bis mir einfiel, dass es noch einen Ort gab, an dem ich nicht nachgeschaut hatte: unter dem Bett meiner Tochter. Da lag der Laptop. Und da lag auch das Geheimnis ihres immer so aufgeräumten Zimmers. Als ich sie darauf ansprach, erklärte sie ganz gelassen, der Platz unter ihrem Bett sei „the void“. „Da schaut man besser nicht hin“, sagte sie. „Wer weiß, was da unten lebt.“ Meine Tochter hat einen herrlichen Humor. Danach hatten wir ein gutes Gespräch. Darüber, dass Ordnung etwas ist, das man Schritt für Schritt aufbaut, und dass Unordnung den Kopf vernebeln kann. Gerade an dem Ort, an dem du zur Ruhe kommen willst: in deinem Bett. Unordnung redet im Kopf mit In der Studie von Saxbe und Repetti (2010) führten berufstätige Eltern durch ihr eigenes Zuhause. Frauen, die dabei vor allem von Unordnung und unerledigten Dingen erzählten, hatten über den Tag einen ungünstigeren Verlauf des Stresshormons Cortisol und waren gedrückterer Stimmung. Das ist ein Zusammenhang und kein Beweis, dass die Unordnung die Ursache ist. Bekannt kommt es einem trotzdem vor: Alles, was im Blickfeld liegt, zieht ein bisschen Aufmerksamkeit ab, auch wenn du nicht bewusst hinschaust. Der Duft, der deine Mitbewohner aufräumen lässt In der Studie von Holland und Kollegen (2005) saßen Menschen in einem Raum, in dem unbemerkt ein zitrusartiger Putzmittelduft hing. Danach aßen sie einen krümeligen Keks. Wer den Duft gerochen hatte, wischte die Krümel häufiger vom Tisch als die anderen. Und keiner hat es selbst bemerkt. Wohnt bei dir jemand, der das Aufräumen gern anderen überlässt? Gib dann mal Zitrus in den Diffuser. Ich probiere es auf jeden Fall mit meinen Teenagern aus. Lass uns daraus eine kleine Feldstudie machen: Probier es diese Woche bei dir zu Hause aus, mit deinen Kindern, Mitbewohnern oder deinem Partner, und erzähl mir, ob es klappt. 
Die Aufräumwoche: jeden Tag eine Kleinigkeit Japanisch spazieren gehen kennen wir schon. Und auch für diese Art aufzuräumen haben die Japaner ein schönes Wort: Kaizen, Veränderung zum Besseren, in kleinen Schritten. Kein Aufräumwochenende, nach dem nach zwei Wochen alles wieder da ist, sondern jeden Tag eine Kleinigkeit, die du wirklich zu Ende bringst. Genau dieses Gefühl von „erledigt“ braucht dein Kopf. Tag 1: Räum drei Dinge an ihren Platz. Mehr nicht. Tag 2: Mach eine Fläche komplett frei. Nicht sortieren, nur frei machen. Tag 3: Geh drei Zettel durch. Behalten, erledigen oder weg. Tag 4: Häng die Jacken an der Haustür auf. Tag 5: Räum die Ablage im Badezimmer leer. Tag 6: Die Aufräum-Viertelstunde. Timer auf 15 Minuten und eine Stelle: eine Schublade, die Arbeitsplatte oder der eine Stuhl mit den Klamotten. Tag 7: Schau unter dein eigenes Bett. Auf eigene Gefahr. |
Gib jeden Tag kurz Zitrus in den Diffuser (4 Tropfen Wild Orange, 2 Tropfen Lemon und 1 Tropfen Peppermint), damit dein ganzes Zuhause bei der Feldstudie mitmacht. Kleinigkeit erledigt? Wechsel zu Lavender und Cedarwood, damit dein Zuhause nach Ruhe duftet. Lust auf mehr als sieben Tage? Auf meinem Blog findest du den Aufräum-Generator. Du wählst, wie viel Zeit du hast und wo du anfangen möchtest, und der Generator sucht dir eine kleine Aufgabe aus, mit Timer. DEIN GESCHENK DIESE WOCHE Der GOOD. Duftguide  | Welcher Duft passt, wenn du aufräumen willst, dich konzentrieren musst oder abends zur Ruhe kommen möchtest? Im Guide findest du Duftmischungen für jeden Moment zu Hause, dazu einen Allzweckreiniger mit Zitrone, den du in zwei Minuten selbst mischst. |
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Let's go! Tanja |