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Iss in dieser Reihenfolge und dein Zuckerpeak halbiert sich

Dieselbe Mahlzeit, ein ganz anderer Blutzucker. So bestimmt die Reihenfolge, in der du isst, wie hoch dein Peak wird.

Stell dir zwei Teller mit genau demselben Essen vor: Hähnchen, Reis, ein Salat. Beim einen Teller fängst du mit dem Reis an. Beim anderen beginnst du mit dem Salat und dem Hähnchen und isst den Reis zuletzt. Gleiche Kalorien, gleiche Kohlenhydrate, gleiches alles.

Und trotzdem gibt dir der zweite Teller einen deutlich niedrigeren Blutzuckerpeak. Allein durch die Reihenfolge.

Klingt zu einfach, um wahr zu sein? Es ist einer der am besten belegten Glukose-Hacks überhaupt. Und du musst dafür auf nichts verzichten.

Was die Forschung zeigt

Forscher der Weill Cornell Medicine gaben Menschen mit Diabetes Typ 2 dieselbe Mahlzeit, aber in unterschiedlicher Reihenfolge. Aßen sie zuerst das Gemüse und die Eiweiße und erst danach die Kohlenhydrate, war ihr Blutzucker nach dem Essen rund 37 % niedriger als bei denen, die mit den Kohlenhydraten begannen. Auch ihr Insulin blieb spürbar niedriger (Shukla u. a., Diabetes Care, 2015).

Folgestudien zeigten denselben Effekt bei Menschen ohne Diabetes. Die Reihenfolge wirkt also nicht nur, wenn schon etwas aus dem Ruder läuft; sie hält deinen Blutzucker grundsätzlich flacher.

Warum das funktioniert

Es liegt daran, was in deinem Magen und Darm passiert.

Das Ergebnis: kein scharfer Peak mit anschließendem tiefen Loch, sondern eine ruhige Welle. Und genau dieses Loch ist es, das dich um drei Uhr nachmittags an die Keksdose treibt.

So machst du es, ohne darüber nachzudenken

Du musst keine Mahlzeiten neu erfinden. Du änderst nur die ersten Bissen.

  1. Gemüse zuerst. Beginn jede Mahlzeit mit dem Salat, dem Gemüse oder der Rohkost. Zwei Minuten reichen schon.
  2. Dann Eiweiße und Fette. Das Hähnchen, der Fisch, die Eier, die Hülsenfrüchte, der Käse.
  3. Kohlenhydrate zuletzt. Der Reis, die Pasta, das Brot, die Kartoffel. Du isst sie weiterhin, nur nicht als Auftakt.

Ein paar Dinge, die den Effekt verstärken:

Wem das am meisten bringt

Kennst du dieses Nachmittagsloch, den Heißhunger auf Süßes gegen vier, dieses schlaffe Gefühl nach dem Mittagessen? Dann spürst du deine eigenen Glukosepeaks. Gerade für Frauen in und um die Wechseljahre, wenn der Körper empfindlicher auf Schwankungen reagiert, ist das eine der einfachsten Sachen, die du noch heute ändern kannst.

Es ist keine Diät. Du verzichtest auf nichts, du zählst nichts. Du isst nur in einer klügeren Reihenfolge. Dieselbe Mahlzeit, ein ruhigerer Körper.

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