Basis

GOOD. Brot

Das ist kein gewöhnliches Brot. Es ist ein Protein-Vehikel: etwa 5g Protein pro Scheibe und minimale Netto-Kohlenhydrate. Dieses Rezept gebe ich mit Liebe weiter.

⏱️ 15 Min Arbeit, 45 bis 50 Min im Ofen · 18 bis 20 Scheiben

Glutenfrei, ballaststoffreich, und es hält deinen Blutzucker flach, wo eine normale Scheibe ihn hochtreibt. Wenn du das standardmäßig im Gefrierfach hast, ist schon die halbe Miete.

Zutaten

So geht's

Heize den Ofen auf 175°C vor. Kleide eine Kastenform (25 cm) mit wiederverwendbarem Backpapier aus. Verquirle in einer großen Schüssel die Eier mit dem Kefir, dem Olivenöl und einer Prise Himalaya-Salz zu einer glatten Masse. Gib dann oben auf die Mischung: zuerst die Apfelfaser, dann die Buchweizenflocken, dann die Flohsamenfaser, dann das Weinstein-Backpulver und zuletzt die Chia-, Hanf- und Sesamsamen. Rühr nun alles gut zu einem festen, gleichmäßigen Teig. Der Teig ist dicker, als du es von normalem Brot kennst, das stimmt so. Füll ihn in die Form und streich die Oberfläche glatt. Backe 45 bis 50 Minuten, bis sich das Brot fest anfühlt. Lass es 10 Minuten in der Form abkühlen, nimm es heraus und lass es vollständig auf einem Gitter abkühlen, bevor du schneidest.

💡 Tipp: Schneide das Brot vor dem Einfrieren und leg Backpapier zwischen die Scheiben. So nimmst du jeden Morgen genau so viele Scheiben, wie du brauchst. Bewahre es in einem verschlossenen Gefrierbeutel auf, bis zu 3 Monate haltbar.

Warum diese Zutaten? Die Eier liefern vollständiges Protein. Der Kefir bringt lebende Bakterienkulturen, mehr als fünfzig verschiedene Stämme, deren Fermentationsprodukte den Ofen überleben. Flohsamen und Chia geben Struktur und halten deinen Darm in Bewegung. Und die Buchweizenflocken liefern langsame Energie ohne Gluten.

Warum ich Basis-Essen entwickle

Ich bin nicht die Coachin, die dir zwanzig neue Rezepte pro Woche gibt. Bei den meisten Menschen wirkt das kontraproduktiv. Eine amerikanische Studie aus 2026 begleitete Menschen, die abnehmen wollten, und schaute auf die Vielfalt in ihrem Essen. Die Gruppe, die immer wieder dieselben Mahlzeiten aß, verlor im Schnitt etwas mehr Gewicht als die Gruppe, die jeden Tag etwas Neues wählte: 5,9% des Körpergewichts gegenüber 4,3%. Auch eine stabile Kalorienzufuhr, Tag für Tag, half. Keine spektakulären Unterschiede, aber ein klares Muster: Routine macht es leichter, dranzubleiben.

Und Vielfalt ist dabei nicht der Übeltäter. Viele verschiedene Gemüse und Früchte zu essen ist sogar gut für deinen Darm. Es geht schief, wenn diese Vielfalt vor allem in Snacks und verarbeiteten Produkten steckt, denn je mehr Geschmäcker vorbeikommen, desto mehr isst du im Schnitt.

Die Lösung sind nicht drei Gerichte, die du den Rest deines Lebens isst. Es ist eine Handvoll verlässlicher Basics, auf die du zurückgreifen kannst, genau an den vollen Tagen, an denen du keine Lust oder Zeit zum Nachdenken hast.

Daher kommen das GOOD. Brot und die GOOD. Granola (das Granola-Rezept findest du im Buch). Sie liegen bereit, sie bringen deinen Blutzucker nicht aus dem Gleichgewicht, und sie nehmen dir den Zweifel in dem Moment, in dem es meistens schiefgeht: Du hast Hunger, es gibt keinen Plan, und das Schnellste in Reichweite ist etwas Süßes. Mit ein paar festen Basics im Haus ist das Schnellste, das du greifst, gleich auch das Gute.

Mach es dir also leicht und sorg dafür, dass dieses Brot standardmäßig in deinem Gefrierfach liegt. Und wenn es Lust auf mehr macht (und auf etwas Nützliches!), dann wartet noch viel mehr auf dich in GOOD.21.